Ben Put – Globale Einflüsse, klare Strukturen
Der belgische Künstler Ben Put begreift seine Malerei als einen Prozess der Verbindung – eine Brücke zwischen dem rationalen Kopf und dem intuitiven Herzen. Nach vielen Jahren des sozialen Engagements in Afrika nutzt er die Leinwand heute als Medium, um Erlebtes zu verarbeiten und eine innere Ruhe zu finden. Sein Schaffen ist geprägt von einer tiefen Wertschätzung für das Leben, wobei er die Malerei als heilendes Element einsetzt, um Emotionen in Farbe und Form zu übersetzen. Stilistisch bewegt er sich dabei zwischen ethnischen Einflüssen und moderner Abstraktion.
In der Contrast-Serie verarbeitet Put eine persönliche Identitätskrise, die durch die Geburt seines Kindes und den Übergang in die Vaterrolle ausgelöst wurde. Ursprünglich entstanden, um die visuelle Wahrnehmung eines Neugeborenen durch starke Kontraste zu stimulieren, entwickelte sich daraus ein eigenständiger Stil. Diese Phase markiert den verstärkten Einzug von Türkis-, Blau- und Grüntönen in sein Werk – Farben, die zuvor kaum eine Rolle spielten und nun ein neues Zeugnis seiner künstlerischen Reise sind.
Die Serie Nature’s Myth ist eine tief empfundene Hommage an die Natur, die gleichzeitig Ruhe, Kraft und Mystik ausstrahlt. Put verwendet hier Grüntöne von Moos, Gras und Blättern, während die haptische Struktur des Farbauftrags Erde und Gestein repräsentiert. Durch die Einarbeitung metallischer Farben werden zudem die verborgenen Rohstoffe unserer Erde symbolisiert. Das Werk ist ein Ausdruck menschlicher Dankbarkeit für das unbegreifliche Fundament, das allen Organismen das Leben ermöglicht.
Ben Puts internationales Profil wird durch Auszeichnungen wie den Gewinn des „Jesse & Kunst“-Wettbewerbs unterstrichen. Sein langjähriges soziales Engagement in Afrika und seine Unterstützung für Organisationen wie vzw uturn und die RA Liga spiegeln sich in einer Kunst wider, die von Empathie und dem Wunsch nach globaler Verbundenheit getrieben ist. Seine Werke laden den Betrachter ein, die Welt als ein großes Ganzes wahrzunehmen und durch visuelle Harmonie eine universelle Verbindung zu finden.