King erhebt sich wie eine mystische Erscheinung – hoch, schlank, beinahe baumartig, doch durchzogen von Gesichtern, Augen, Linien, die aus der Bronze zu fließen scheinen. Die vertikale Figur ist sowohl Figur als auch Abstraktion – ein aufgerichteter Körper, der zugleich zu strömen beginnt. Die Oberfläche wirkt wie verwachsen, vernarbt, erinnert an Holzmaserung, Rinde, aber auch an Bewusstseinsschichten.
Diese Skulptur bewegt sich deutlich im surrealen Feld: King ist kein Porträt, sondern ein inneres Bild, ein Symbol – vielleicht eines Königs, vielleicht eines Wesens, das jenseits menschlicher Kategorien steht. In ihrer Präsenz vereint die Figur Würde, Rätselhaftigkeit und eine fast schamanistische Energie. Sie steht wie ein Totem im Raum, in sich ruhend und dennoch durchlässig – eine Erinnerung an archetypische Figuren und archaische Rituale.