Stele II - Roland Berger

Stele II wirkt wie eine herausgelöste Gesteinsschicht – ein schmaler, aufgerichteter Körper, der sich wie eine tektonische Platte aus dem Inneren des Materials an die Oberfläche geschoben hat. Die Bronze verjüngt sich nach oben, biegt sich sanft und trägt dabei die Spuren innerer Spannung. Ihre Form ist minimal, aber nicht leblos – sie scheint aufgeladen, als hätte sie sich durch Zeit, Druck und Bedeutung selbst geformt.

Wie bei Stele entsteht auch hier eine surrealistische Leichtigkeit: Die Skulptur wirkt entrückt, fast wie ein Zeichen, das aus einem fremden Gedächtnis stammt. Zwischen geologischer Masse und symbolischer Geste entsteht eine stille, rätselhafte Präsenz. Stele II ist nicht nur Objekt, sondern Spur – eine Verdichtung von Zeit, Bewegung und Form im Raum.

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