Stele III - Roland Berger Imhof Fine Arts

Stele III wirkt wie ein archaisches Fragment – roh, aufrecht, und zugleich in sich verdichtet. Der Basaltkörper vereint natürliche Brüche mit gezielten Eingriffen: Eine tief ausgeschliffene, matt polierte Vertiefung durchzieht die Vorderseite, als sei sie über Jahrtausende vom Wasser geformt worden. Auf der Rückseite verengt sich diese Spur zu einer organisch geschwungenen Rinne – ein surrealer Moment, in dem der Stein selbst zu fließen scheint.

Berger spielt hier mit der Wahrnehmung des Materials: Die glatten, wie ausgewaschen wirkenden Flächen stehen im Kontrast zur rauen Außenstruktur. Es entsteht der Eindruck, als hätte sich das Innere des Steins verflüssigt – oder als sei es durch Erosion, Abnutzung oder tektonische Kräfte geformt worden. Diese Illusion des Rinnens verleiht der Skulptur eine stille Dynamik, die zwischen Naturerscheinung und menschlicher Geste oszilliert.

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